Stephans Bildwelten überraschen den Betrachter durch das breite Spektrum ihrer Ausführungen.
Im Gegensatz zu den zuletzt im Orlando gezeigten figurativen Arbeiten großer Formate wird nun eine vorwiegend kleinformatige Auswahl,
zusammengestellt aus verschiedenen voneinander getrennten Seriengruppen, zu sehen sein.
Das für Marion Stephans Arbeiten typische Grundthema, im Bild Verborgenes lediglich durch die Atmosphäre erahnen zu lassen,
zieht sich hier wieder als Roter Faden durch die Ausstellung.
Mal humorvoll mal schwermütig oder bedrohlich wird die Spannung in Stephans Bildern hier mit atmosphärischer Dichte ausschließlich durch das Nichtabgebildete erzeugt.
Die Darstellung eines Geschehens, einer Szene, einer Belebtheit von im Bild gezeigten Orten oder Wesen ist immer einen Moment früher oder später anzusiedeln.
Konkret abgebildet ist hier also der Spannungszeitraum im Bevorstehen oder Hinterlassen eines Geschehens.
"Ich möchte, daß meine Bilder für den Betrachter frei zugänglich sind, ihn eintreten lassen und angreifbar und erlebbar werden.", sagt Marion Stephan über ihre Arbeiten.