Stimmungen und Momentbeobachtungen von Menschen, Umgebung und Landschaft sind die Hauptthemen meiner Malerei.
Hier kommen neben der Schichtmalerei in Öl auch immer wieder andere Techniken und Materialien wie Acryl, Aquarell
und verschiedene Zeichenkreiden zum Einsatz, sodaß oft auch interessante Mischtechniken entstehen.
Künstlerischer Anspruch und die intensive Auseinandersetzung mit der zu erzielenden Wirkung eines Bildes
sind für mich die Grundvorraussetzung für überzeugende Ergebnisse.
Damit sich eine Bild-Idee entwickelt, muß das Motiv, das sich mir bietet, zwei Voraussetzungen erfüllen:
Erstens muß es aus meinem Tagesrhythmus herausfallen, ihn sozusagen "stören", um mich aufmerksam zu machen.
Und zweitens muß es meine eigenen Veranlagungen und Interessen bedienen, thematisch also mit mir auf einer Wellenlänge sein.
Das kann beispielsweise eine Ecke im Stadt/Landschaftsbild, die Körperhaltung einer Person, ein Gesichtsausdruck, eine Stimmung in der Luft, ein Geruch oder einfach nur eine unerwartete Farbe sein.
Ich möchte nicht das Öffentliche, Offensichtliche abbilden, sondern auf möglichst genaue Weise meine eigene Interpretation seiner Realität darstellen, also ein 1:1 des von mir wahrgenommenen Inneren des Objektes.
Durch meine individuelle Wahrnehmung erhält das Objekt etwas Wesenhaftes, eine Persönlichkeit, die es automatisch zu einem Gegenüber macht, dem ich nahe kommen kann und das in der Lage ist, mit mir in Dialog zu treten.
Aus dieser ersten Ebene der Kommunikation versuche ich nun ein Bild zu entwickeln, das die Momentaufnahme dieser Begegnung aufgreift. Insofern haben meine Bilder, ganz unabhängig vom Motiv, Portraitcharakter. Sie sind im Grunde Portrait und Selbstportrat in einem.
Mir ist wichtig, daß das private Element zwischen dem portraitierten Objekt und mir sich im Ergebnis aber soweit zurückhaltend zeigt, daß das Bild für weitere Assoziationen offen bleiben kann. Es bleibt also immer eine im Bild verborgene und somit erforschbare Geschichte, die ganz individuell variieren kann.
Hier soll dann die zweite Ebene der Kommunikation zwischen Bild und Betrachter erfolgen. Ich möchte den Betrachter nun mit dem Bild allein lassen, ihm alle Möglichkeiten zu eigenen Eindrücken und Ideen geben, damit auch hier wieder eine Form von Nähe und Privatsphäre entstehen kann.
Entwickelt sich eine Art Vertrautheit zwischen Bild und Betrachter, dann ist das Bild gelungen.
Die Bilder